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Studiengebühren für Kinder durch Kindergeld und Kinderfreibetrag abgedeckt

31-05-2010 10:27

Hohe Studiengebühren für den Besuch einer privaten Hochschule waren der Anlass für ein aktuelles Verfahren vor dem BFH (Urteil v. 17.12.2009, VI R 63/08). Die Eltern begehrten, über den derzeitigen geringen Freibetrag in Höhe von 924 Euro p.a. für ein in Berufsausbildung befindliches und auswärtig untergebrachtes volljähriges Kind hinaus, den Abzug der Kosten als außergewöhnliche Belastung in der Einkommensteuererklärung.

Dem erteilte der BFH eine Absage: „Von § 33 EStG werden nur solche Unterhaltskosten erfasst, die einem über den üblichen Lebensunterhalt hinausgehenden besonderen und damit außergewöhnlichen Bedarf dienen. Aufwendungen für die Berufsausbildung der Kinder gehören nicht dazu. Der übliche Ausbildungsbedarf wird in erster Linie durch Kindergeld und den Kinderfreibetrag abgegolten. Eine Berücksichtigung von zusätzlichen Kosten für den Unterhalt und die Ausbildung eines Kindes nach § 33 EStG ist damit grundsätzlich ausgeschlossen. Dieses Abzugsverbot ist nach Auffassung des BFH verfassungsrechtlich unbedenklich. Das Urteil ist wohl das letzte Wort zu der Frage, ob Eltern die Studiengebühren ihrer Kinder von der Einkommensteuer absetzen können. Betroffene Eltern sollten allerdings das folgende Verfahren beachten.

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